Die Linke Bruckmühl: Petition für bezahlbare Kinderbetreuung gestartet
+++ schon über 100 Unterzeichner*innen +++ Antrag an Marktgemeinderat wird am 8. Oktober behandelt +++
Aufgrund der Änderung der Kita-Finanzierung durch den bayerischen Landtag müssen Eltern ab 1. Januar 2027 100 Euro mehr für die Betreuung ihrer Kinder ab drei Jahren zahlen, wenn die Gemeinden nichts unternehmen. Martin Bauhof, Marktgemeinderat der Partei Die Linke in Bruckmühl, hat deshalb beantragt, dass die Kommune die betroffenen Eltern vor dieser Mehrbelastung bewahrt, die Gebühren stabil hält und die direkten Elternbeiträge in der Höhe der bisherigen Förderung übernimmt. Den Anteil des Freistaats wird es weiterhin geben, er fließt zukünftig jedoch direkt an die Einrichtungen zur Kinderbetreuung.
Bauhof hierzu: „Der Freistaat hat vollmundig angekündigt, in Zukunft mindestens die gleiche Unterstützung für die Kinderbetreuung zu zahlen wie bisher. Und jetzt sollen die Eltern ausgetrickst werden – wie beim Hütchenspiel: Die 100 Euro für die Kinderbetreuung liegen immer noch auf dem Tisch, und wo sind sie? Schwuppdiwupp wieder bei den Kitas! Aber die Kommune zeigt den anderen Hut her und will die Eltern noch einmal 100 Euro zahlen lassen.“
Bauhof weiter: „Ich habe große Sorge, dass eine Erhöhung der Gebühren dazu führt, dass manche Kinder in Zukunft zu Hause bleiben. Und zwar grade die, die zu Hause am wenigsten Spielzeug haben, die in den kleinsten Wohnungen leben und die wenigsten Ausflüge unternehmen können – schlicht, weil die Kohle dafür fehlt.“
Um den betroffenen Eltern die Möglichkeit zu geben, ihre Stimme zu erheben, hat Bauhof zudem eine Petition gestartet, zu der online und vor Kinderbetreuungseinrichtungen Unterschriften gesammelt werden. Innerhalb weniger Tage kamen so bereits mehr als 100 Unterschriften zusammen, über 50 auf Papier sowie weitere 60 online. Die Petition ist unter folgenden Link zu finden:
🚩 https://weact.campact.de/petitions/keine-erhohung-der-kita-beitrage.
Der Antrag wird voraussichtlich in der nächsten Sitzung am 8. Oktober im Gemeinderat behandelt.

