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Einkommensungleichheit in Rosenheim nimmt zu

Gürpinar: „Der soziale Zusammenhalt ist gefährdet.“

Laut einer aktuellen Statistik des Bayerischen Landesamtes nimmt die Konzentration von Einkommen und Vermögen auch in Rosenheim zu. Im Landkreis und der Stadt Rosenheim lebten im aktuell erhobenen Jahr 2017 156 Einkommensmillionär*innen. Die Zahl ist im Vergleich zu 2013 um ein Drittel angestiegen. Die am Montag erschienen Zahlen des Landesamtes haben als Grundlage das Steuerjahr 2017. Der Direktkandidat der Linken für Rosenheim und stellvertretende Parteivorsitzende Ates Gürpinar ordnet die Zahlen ein: „Es ist keineswegs so, dass vom Reichtum alle profitieren, im Gegenteil: Wir haben im gleichen Zeitraum auch einen leichten Zuwachs von Vollzeitbeschäftigten im Niedriglohnsektor in Rosenheim – Menschen also, die trotz Vollzeit von ihrem Lohn nicht leben können. Über 13000 Menschen betraf das 2017, rund 1000 mehr als 2013.“

„Es ist keineswegs so, dass vom Reichtum alle profitieren, im Gegenteil.“

Dieses Auseinanderdriften in der Gesellschaft sei fatal, so Gürpinar. Die Hälfte derjenigen, die einer Vollzeitarbeit nachgingen, verdienten im Monat weniger als ein Einkommensmillionär an einem einzigen Tag. Neue Studien belegten, dass das soziale Ungleichgewicht der Vermögensverteilung durch Corona eher noch zugenommen habe. Gürpinar ist über die Entwicklung besorgt: „Das alles lässt sich rational und ökonomisch nicht rechtfertigen. Für den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft ist das bedrohlich.“

Die Linke fordert Konsequenzen: Die Steuer auf sehr hohe Einkommen muss erhöht werden, außerdem eine Wiedereinführung der Millionärssteuer und eine Corona-Abgabe für Multimillionäre. Gürpinar sieht genügend Möglichkeiten, das Geld zu verwenden: „Damit unterstützen wir Infrastruktur und Bildung, den sozialen Wohnungsbau, Digitalisierung und die Pflege. Wir entlasten kleine und mittlere Einkommen. Wer weniger als 6500 Euro brutto als alleinstehender Single im Monat verdient, profitiert von den Steuerplänen der Linken.“

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