Gemeinsamer Wahlantritt von Die Linke und mut – Bündnis für Bad Aibling will Bürgern eine Alternative bieten
Starkes Wohlstandsgefälle im Kreis sorgt für soziale Ungerechtigkeit
Erstmals treten die Die Linke und mut zur Stadtratswahl an. Die Parteien Die Linke und mut haben sich vor einigen Monaten dazu entschlossen, auch in Bad Aibling für den Stadtrat eine gemeinsame Kandidatenliste aufzustellen. Hierzu wurde der gemeinsame Wahlvorschlag als Bündnis für Bad Aibling ins Leben gerufen.
Dies deshalb, so Dr. Klaus Rosellen, Schatzmeister Die Linke Rosenheim und Sprecher der Basisgruppe, um die Parteienlandschaft zu erweitern und auch in der Stadt Bad Aibling eine politische Alternative und wichtige Ergänzung für die Bürgerinnen und Bürgern anzubieten.
Bei der Aufstellungsversammlung betonte Michaela Dietrich, Spitzenkandidatin des Bündnisses, dass bei aller wirtschaftlichen Stärke im Altlandkreis eine offensichtliche soziale Ungerechtigkeit durch zu starkes Wohlstandsgefälle vorhanden sei. Dies werde von den meisten Politikern anderer Parteien gerne unter den Teppich gekehrt, so Michaela Dietrich weiter. Leider werde nur die gesamtvolkswirtschaftliche Stärke und nicht die soziale Not der Einzelnen gesehen, bedauert Dietrich. Sie fordert, gerade diesen Bereich und so wichtige Themen wie den Klimawandel auch in der Kommunalpolitik in den Blickpunkt zu rücken, denn der Klimawandel mache nicht halt vor dem Altlandkreis und der Stadt.
Der gemeinsame Wahlvorschlag von Die Linke und mut trägt all diesen Belangen Rechnung. Manuela-Tölzer Rosellen, 2. Spitzenkandidatin des Bündnisses sagt: „Klimaschutz bedeutet Systemänderung in der Landwirtschaft, kostenfreier ÖPNV, Tempo 30 im gesamten Stadtbereich sowie drastische Verkehrsberuhigung des gesamten Stadtkerns rund um Marienplatz/Kirchzeile/Münchner Straße/Rosenheimer Straße, eine Mitfahrbank, aber auch ein drastisches Umdenken in der Wärme- und Strompolitik.“ In allen Bereichen sei ein Energiemix notwendig.
Ebenso soll eine Green-Karte für sozial Schwache sowie Flüchtlinge eingerichtet werden, die es den Menschen ermöglicht, am vielfältigen Vereinsleben teilzunehmen, das eine Basis von Bad Aibling sei, so Klaus Rosellen, Spitzenkandidat für den Kreistag. Ebenso soll die Sperrstunde unter der Woche gelockert und am Wochenende ganz gestrichen werden, außerdem soll ein Nightliner zwischen den Bahnhöfen pendeln. Weniger Individualverkehr, mehr kostengünstiger bis kostenloser ÖPNV für Schüler, Rentner und sozial Schwache sei notwendig, so Klaus Rosellen weiter.
Auch tritt die Die Linke bei der Gemeinderatswahl in Bruckmühl an. „Es ist notwendig, nach vorne zu blicken und nicht nur zu reagieren, wenn einem das Wasser bis zum Hals steht“, so der Bruckmühler Spitzenkandidat des gemeinsamen Wahlvorschlages von Die Linke und mut Winfried Jechart, 1. Vorsitzender des Kreisverbandes Die Linke. „Dies gilt nicht nur im Bereich der Energie, sondern auch in anderen Bereichen, wie zum Beispiel bei der Verarmung der älteren Menschen, aber und vor allem auch, was die Wohnungsnot – auch im Altlandkreis Bad Aibling – betrifft. Gerade die Globalisierung, die im Grundgedanken richtig sei, hat für viele Ungerechtigkeiten und Schräglagen gesorgt“, so der Linken-Sprecher Winfried Jechart weiter.
Dazu noch einmal Dietrich: „Weil man vergessen hat, den wichtigsten Part, den Menschen, in dieser Globalisierung zu berücksichtigen und mitzunehmen.“ Globalisierung beginne vor Ort, auf kommunaler Ebene.
Als Kandidaten sind nominiert:
- Michaela Dietrich (MUT)
- Manuela Tölzer-Rosellen (parteilos)
- Christopher Dietrich (MUT)
- Klaus Rosellen (DIE LINKE)
- Joseph Altenburger (MUT)
Bei der Gemeinderatswahl Bruckmühl tritt Winfried Jechart (DIE LINKE) an.

