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Uns reicht’s! Piazolos Paket ist eine Zumutung für die Lehrer*innen

Michaela Dietrich, Kandidatin für den Stadtrat in Bad Aibling und selbst Lehrerin, übt scharfe Kritik an den Plänen des Kultusministers: „Piazolos geplantes Paket ist eine Zumutung für die Lehrer*innen. Der Lehrer*innennotstand in Bayern zeichnete sich schon lange ab. Unsere Warnungen wurden ignoriert. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, und wir sollen es ausbaden. Wir Lehrer*innen arbeiten bereits am Limit. Jetzt von uns noch mehr Arbeitszeit ohne Lohnausgleich zu fordern, ist einfach nur eine Frechheit. Das bedeutet, dass sich langfristig noch weniger Menschen für den Job begeistern können.“

„Die Veränderungen in Gesellschaft und Familien spiegeln sich gerade auch in den Schulen wider. Deshalb bedarf es mehr pädagogischen Personals und vermehrter Anstrengungen, diesen Veränderungen gerecht zu werden. Wir stellen uns daher solidarisch hinter die Forderung der GEW und verlangen eine höhere Einstiegsbesoldung sowie eine Höhergruppierung der Fach- und Förderlehrkräfte und der angestellten Lehrkräfte“, so Dr. Klaus Rosellen, Schatzmeister des Kreisverbandes der Linken Rosenheim.

Kultusminister Michael Piazolo (FW) hatte in den vergangenen Wochen seine Pläne gegen den akuten Lehrer*innenmangel in Bayern vorgestellt. Diese sehen vor, dass vor allem die Grundschullehrer*innen in Zukunft länger arbeiten sollen – bei gleichem Lohn. Laut Piazolo werde die Mehrarbeit auf ein Zeitkonto gutgeschrieben. Wann und wie diese gutgeschriebene Mehrarbeit den Lehrer*innen zukünftig zugutekommt, sei allerdings noch nicht sicher. Zudem soll der Anspruch auf die Freistellung für das sogenannte Sabbatical gestrichen werden. Die Ankündigung dieses Maßnahmenpakets hatte scharfe Kritik und öffentlichen Protest zur Folge, der weiterhin andauert.

Am kommenden Freitag, den 7. Februar ist um 15:30 Uhr eine weitere große Kundgebung in Nürnberg geplant. Für den 12. Februar ist eine weitere Kundgebung in München geplant, bei der die Postkarten übergeben werden. Diese findet um 16 Uhr am Kultusministerium, Salvatorstraße 3, statt. Ebenso ist für den 14. Februar 2020 ist eine Demonstration mit Kundgebung ab 16 Uhr in Augsburg geplant.

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