Erfolgreiche Demonstration

50 Menschen in Rosenheim gegen Armut

Am heutigen Samstag, den 8. 10. 2022 zogen erneut rund 50 Menschen durch die Rosenheimer Innenstadt, um mehr Unterstützung für die Menschen in der aktuellen Krise zu fordern. Mit Forderungen nach einer Aussetzung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, nach höheren Löhnen, einem Gas- und Strompreisdeckel und der Einführung einer Übergewinnsteuer wurde demonstriert. Etliche Passant*innen und Zuschauer*innen äußerten ihre Zustimmung zu den Wortbeiträgen und Rufen der Demonstration.

Adelheid Rupp, neu gewählte Landessprecherin der Linken Bayern erklärte in ihrem Redebeitrag: „Wenn ich sehe, dass die Schlange an der Tafel hier in Rosenheim jeden Donnerstag länger wird, dann ist deutlich, dass wir ein Riesenproblem in unserem Land haben. Deshalb fordern wir eine stärkere Besteuerung der Vermögen und eine Umverteilung, sodass wir dafür Sorge tragen können, dass die Armen – diejenigen, die durch Krise belastet sind – stärker unterstützt werden können.“

Für Domingo Heber (ver.di Rosenheim) gibt es gegen dauerhaft gestiegene Preise nur ein Lösung: „Mehr Lohn gegen die Inflation. Staatliche Hilfen können ergänzend nützlich sein. Die Beschäftigten bei der Post und im öffentlichen Dienst werden aber in ihren Tarifrunden ab Januar 2023 für Tariferhöhungen kämpfen, die ihnen den Erhalt ihres Lebensstandards sichern.“

Martin Bauhof, Kreisvorsitzender der Linken Rosenheim machte deutlich: „Wie bescheuert kann eine Regierung eigentlich sein, ihr erfolgreichstes Projekt zu beerdigen? Wir fordern die sofortige Wiedereinführung des 9-Euro-Tickets – alle sollen kostengünstig und klimafreundlich unterwegs sein können!“

Aufgerufen zur Demonstration hatten: ver.di Rosenheim – Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft; Die Linke, Kreisverband Rosenheim; attac Rosenheim; Fridays For Future Rosenheim; Linkes Zentrum Z, Antifanten Rosenheim, Jusos Rosenheim-Land, Rosenheim angreifen, AK Linke Frauen.