Generationenkonflikt am Arsch
Wie sich eine gute Rente finanzieren lässt
Am gestrigen Faschingsdienstag, 17. Februar, lud der AK Linke Frauen Rosenheim zu einer Diskussionsveranstaltung unter dem provokanten Titel „Generationenkonflikt am Arsch – wie sich eine gute Rente finanzieren lässt“ ein. Zahlreiche Interessierte folgten der Einladung, um gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Sarah Vollath über die Zukunft der gesetzlichen Rente zu diskutieren.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Adelheid Rupp, die mit gezielten Nachfragen und klarer Struktur durch den Abend führte. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine solidarische und armutsfeste Rente für alle Generationen finanziert werden kann – ohne Jung gegen Alt auszuspielen.
Sarah Vollath machte deutlich, dass der oft beschworene Generationenkonflikt politisch konstruiert ist: Nicht die Jüngeren zahlen „für die Älteren“, sondern abhängig Beschäftigte finanzieren mit ihren Beiträgen ein solidarisches System. „Wenn wir wollen, dass Menschen im Alter gut leben können, müssen wir hohe Einkommen und große Vermögen stärker in die Verantwortung nehmen“, betonte Vollath. Eine Erwerbstätigenversicherung, in die auch Selbstständige, Beamt*innen sowie Abgeordnete einzahlen, könne die gesetzliche Rente langfristig stabilisieren und stärken.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie groß die Sorge vor Altersarmut – insbesondere bei Frauen – ist. Unterbrochene Erwerbsbiografien, Teilzeitbeschäftigung und niedrige Löhne führen noch immer zu deutlich geringeren Rentenansprüchen. Der AK Linke Frauen Rosenheim unterstreicht daher die Notwendigkeit struktureller Reformen statt kosmetischer Korrekturen. Maria Boberschmidt vom AK Linke Frauen erklärte dazu:
„Eine gute Rente ist keine Frage des Alters, sondern der politischen Prioritäten. Wenn wir Reichtum gerechter verteilen, ist genug Geld da – für würdige Renten heute und in Zukunft.“
Der AK Linke Frauen Rosenheim zieht ein positives Fazit der Veranstaltung. Der große Zuspruch und die engagierte Diskussion zeigen, dass das Thema Rente viele Menschen bewegt – gerade auch jenseits vereinfachender Schlagworte vom angeblichen Generationenkonflikt.

